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GEMA reicht Unterlassungsklage gegen YouTube beim Amtsgericht München ein

Vor gut zwei Wo­chen gab die GEMA be­kannt, dass man die Ver­hand­lungen mit YouTube ab­ge­bro­chen hätte, weil man sich nach et­li­chem hin und her nicht ei­nigen konnte. Die GEMA ver­langt eine Per-Stream-Minimumvergütung in Höhe von 0,375 Cent, YouTube will diese aber nicht zahlen. Statt­dessen möchte man lieber eine pro­zen­tuale Summe zahlen, da YouTube sonst “alle un­wirt­schaft­li­chen Vi­deos von der Platt­form ver­bannen” müsste. Ak­tuell geht es aber nicht um die Ver­gü­tung, son­dern um die Sperr­seite, welche YouTube auf vielen Vi­deos ge­schaltet hat. Darin heißt es: “Leider ist dieses Video in Deutsch­land nicht ver­fügbar, da es Musik ent­halten könnte, für die die Gema die er­for­der­li­chen Mu­sik­rechte nicht ein­ge­räumt hat.” Kennt si­cher­lich jeder.

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GEMA-Chef Ha­rald Heker be­zeichnet den Hin­weis­text als “reine Stim­mungs­mache” – im­merhin habe die GEMA keine Vi­deos sperren lassen oder ähn­li­ches, son­dern YouTube wolle ein­fach nicht den ge­for­derten Be­trag zahlen. Die Schuld bei der GEMA zu su­chen, wie es der Text sug­ge­riert, wäre falsch – YouTube sperre mehr Vi­deos, als die GEMA for­dern würde. Aus dem Grunde hat man nach der An­dro­hung vor rund zwei Wo­chen nun eine Un­ter­las­sungs­klage vor dem Amts­ge­richt Mün­chen ein­ge­reicht. Egal, wie die Sache aus­geht und wer hier wem den schwarzen Peter zu schiebt: So­lange die beiden Par­teien sich nicht ei­nigen können, sind weder YouTube noch die GEMA die dummen, son­dern die Nutzer. Wie so oft… (Quelle, via)

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Marcelismus. Hobby-Blogger aus dem Rheinland in den besten 20er Jahren. Appletisiert, aber immer mit einem gesunden Blick über den googlefizierten Tellerrand. Fetischist schicker User Interfaces und Fan von Dingen, die oftmals keinen Nutzen haben, die aber blau leuchten können.