Testberichte

Media Player Philips HMP5000 im Test

Philips HMP5000

Ich habe ja schon so ei­nige Media Player durch­ge­testet, der letzte Test ist schon ei­nige Zeit her. Ich muss dazu sagen, ich bin auch nicht mehr so stark auf der Suche nach „meinem“ Strea­min­gerät, seitdem ich mit dem App­leTV und dem Fire­core Media Player meine per­sön­liche Nummer 1 ge­funden habe. Nun habe ich al­ler­dings einmal den Phi­lips HMP5000 in die Hände be­kommen und konnte diesen aus­führ­lich testen.

Op­tisch macht der Player schon ei­niges her: Mo­derne Form, Kla­vier­lack und eine schicke Status-LED, die ein wenig in die Breite ge­zogen ist. Wäh­rend man seit­lich Steck­plätze für USB 2.0 und SD-Speicherkarten findet, warten auf der Rück­seite die üb­li­chen Ver­däch­tigen: Strom, AV, Op­ti­sches Audio, HDMI, Ethernet, sowie ein eSATA-Anschluss. Al­ter­nativ zu USB und Kon­sorten kann der Phi­lips HMP5000 sich auch mit euren WiFi-Netzwerk verbinden.

Die Fern­be­die­nung ist ir­gendwie ty­pisch Phi­lips – könnte auch die von meinem alten DVD-Player sein. Je­den­falls sieht sie mo­dern aus und ist re­lativ simpel ge­halten – je­den­falls habe ich schon über­la­de­nere Fern­be­die­nungen ge­sehen und über­laden ist sie bei weitem nicht. Einzig und al­lein der Kla­vier­lack stört. Aber das scheint ja auch bei all­täg­li­chen Ge­brauchs­ge­gen­ständen immer mehr in Mode zu sein:

Das zum Äu­ßeren Er­schei­nungs­bild. Kommen wir nun zu dem un­an­ge­nehmen Teil. Un­an­ge­nehm? Ja – ich sag schon mal so viel: Meiner Mei­nung nach ist der Phi­lips HMP5000 einer der schlech­teren Media Player. Be­grün­dung folgt.

Startet man den Streamer, dauert es erst einmal ein wenig. Und dauert. Dann aber be­grüßt euch der Phi­lips HMP5000 mit einem mo­dern wir­kenden, far­ben­frohen und de­tail­rei­chen Start­screen. Mo­dern? Far­ben­froh? De­tail­reich? Okay, sorry, fal­sches Gerät. Denn dieser Screen ist mehr als 2006:

Wem der Screen ein wenig ver­pi­xelt vor­kommt: Jap. Zwar kann der Player auch 1080p-Videos ab­spielen, aber sämt­liche An­zeigen wirken schon mehr als SD. Aber gut, nicht jedem sind die Menüs so wichtig wie mir.

Wie man sieht kann man von dort aus di­rekt auf USB, Spei­cher­karte, eSATA, Netz­werk­ge­räte und auf die In­ter­netapps zu­greifen. Bleiben wir doch erst einmal bei letz­terem – denn viele Apps stehen nicht zur Verfügung:

Dabei muss ich sagen, dass die Facebook-App durch die vir­tu­elle Tas­tatur nicht wirk­lich viel bringt, zumal sie auch noch ex­trem langsam und buggy ist. Ebenso die YouTube-App – bei mir klappte es nur mit einem Video, oft­mals hat sich die App oder auch di­rekt das ganze Gerät auf­ge­hangen. Die Wet­te­rapp hin­gegen klappt und ist das fast schönste Fea­ture des Players:

Kommen wir nun aber mal zu meinem Lieb­lings­test: Wie schlägt sich der Player im Netz­werk? Ich habe ja schon viele Mög­lich­keiten ge­sehen und be­män­gelt, aber hier muss man sich durchs kom­plette Netz­werk han­geln. Fa­vo­riten oder Schnell­wahl an­legen? Fehlanzeige:

Wie auch alle an­deren gän­gigen Player zeigt auch der Phi­lips HMP5000 für Ordner Co­ver­bilder an – und hält sich dabei je­doch (leider) nicht an den gän­gigen Stan­dard, be­stimmte Dateien als Ord­ner­bild zu nutzen, son­dern er nimmt ein zu­fäl­liges Bild aus dem Ordner:

Noch dazu kann man be­ob­achten: Datei­namen bzw. deren Sor­tie­rung in­ter­es­siert dem Phi­lips HMP5000 nicht. Völlig wirre An­ord­nung… WTF? Je­den­falls gibt es auch eine Sache, die mich dann doch po­sitiv über­rascht hat: Der HMP5000 spielt na­hezu jedes Format ab. Egal ob Video, Audio oder Bilder – er „frisst“ wirk­lich alles. Und in Sa­chen Bild- und Ton­qua­lität lie­fert das Gerät einen super Ein­druck ab. We­nigs­tens etwas.

Fazit

Ich habe diesen Test mit Ab­sicht nicht so aus­führ­lich be­han­delt wie manch an­deren. Denn ehr­lich: Das Testen des Dingen hat nicht wirk­lich viel Laune ge­macht. Bild- und Ton­qua­lität, sowie die Viel­falt der For­mate ist super, aber alles an­dere – La­de­zeiten, Optik, Funk­tio­na­li­täten – ist mehr schlecht als recht.

Wer also vor hat, sich den HMP5000 zu­zu­legen: Besser nicht. Ich würde eher den Net­gear NeoTV 550 oder den WD TV Live HD emp­fehlen. Wobei der NeoTV 550 mein (nicht appl’sche) Fa­vorit wäre. Dem­nächst be­komme ich auch noch den Xtreamer Si­de­winder 3, sowie den neuen Wes­tern Di­gital TV Live in die Hände be­kommen – ich bin sehr ge­spannt auf die Ge­räte, so­viel sei ge­sagt.

Geschrieben von

Marcelismus. Hobby-Blogger aus dem Rheinland in den besten 20er Jahren. Appletisiert, aber immer mit einem gesunden Blick über den googlefizierten Tellerrand. Fetischist schicker User Interfaces und Fan von Dingen, die oftmals keinen Nutzen haben, die aber blau leuchten können.

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