MegaBox: Kim Schmitz macht weiter

Kim Schmitz – seines Zeichens “Internet-Gigant” in dunkelgrauen Gefilden versucht nach dem MegaUpload-Desaster einen neuen Schritt um wieder auf die Beine zu kommen. Nachdem die Hausdurchsuchung für unzulässig erklärt worden ist, gab es eine kurze Vorstellung eines neuen Dienstes aus dem Hause Kim Schmitz: MegaBox.

Der steht steht quasi in direkter Konkurrenz zu Spotify und Co. und könnte der “gelernten” Musikindustrie mal so richtig in den Hintern treten. Musikkünstler können ihre Tracks zu MegaBox jagen, von wo aus sie ihre Musik selbst vermarkten können. Dabei zielt Schmitz natürlich auf den Profit ab: 90 Prozent der Einnahmen verbleiben beim Künstler selbst – ein hoher Anteil, wenn man bedenkt, wie niedrig die sonstigen Einnahmen ähnlicher Dienste so sind. Künstler, die ihre Tracks kostenlos anbieten, können durch Werbeanzeigen trotzdem Einnahmen erzielen.

Klingt nach starker Konkurrenz für die etablierten Plattformen, zumal das Einnahmensystem sich sowohl an Neulinge, als auch an etablierte Künstler richtet. Die Musikindustrie ist natürlich alles andere als begeistert, stehen sie doch so vor einem neuen Problem, dass rechtlich gesehen nichtmals eine Grauzone ist. Fans von Verschwörungstheoretikern können nun also wieder ihre Messer wetzen und überlegen, wieso Kim Schmitz aka Kim Dotcom vor gut einem halben Jahr so überrannt worden ist… Böse Zungen behaupten…

Aber lassen wir uns überraschen was MegaBox so bringen wird – doch nach dem letzten Desaster kann ich mir vorstellen, dass es für Schmitz schwierig wird, etablierte Künstler für die Plattform zu gewinnen. Aber KimDotcom sollte man niemals unterschätzen… (via & via)

Geschrieben von

Marcelismus. Hobby-Blogger aus dem Rheinland in den besten 20er Jahren. Appletisiert, aber immer mit einem gesunden Blick über den googlefizierten Tellerrand. Fetischist schicker User Interfaces und Fan von Dingen, die oftmals keinen Nutzen haben, die aber blau leuchten können.