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RIM heißt fortan BlackBerry und stellt BlackBerry OS 10 vor

So, heute gegen 16 Uhr deut­scher Zeit fand das Launch-Event zu Black­Berry OS 10 von Re­se­arch in Mo­tion (RIM) statt. Dabei gab es zu Be­ginn di­rekt mal eine klei­nere Be­kannt­ma­chung: RIM heißt fortan nicht mehr RIM, son­dern fir­miert nun unter Black­Berry. Man be­gründet dies damit, dass die Marke Black­Berry be­kannter sei als der Fir­men­name RIM selbst – und diese Aus­sage würde ich de­fi­nitiv un­ter­schreiben. Ich glaube, für viele än­dert sich nichts da für die meisten si­cher­lich Black­Berry immer als Her­stel­ler­name an­ge­sehen haben. Oder?

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Aber gut, kommen wir nun zu dem span­nenden Teil: Zum Black­Berry OS 10, wel­ches unter dem Namen Black­Berry 10 auf den Markt ge­worfen wird. Dabei kün­digte man auch di­rekt an, dass zum Start von BB 10 rund 70.000 Apps ver­fügbar sein werden – in­klu­sive mehr als 1.000 “Top-Apps”, zu denen RIM Black­Berry zum Bei­spiel Skype, WhatsApp, SAP, Angry Birds Star­Wars, Face­book, Twitter, Sound­Cloud, Rdio oder Box zählt.

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Das ge­samte System baut auf das Flow-Konzept auf: Mul­ti­tas­king und viele Gesten; ein Wisch wech­selt so zum Bei­spiel zwi­schen Apps oder sons­tigen An­zeigen. Ir­gendwie fühlt sich alles schnell er­reichbar an. Auch die Hubs sind zwar nicht neu, wurden je­doch von Black­Berry wei­ter­ge­dacht. Im Post­ein­gang zum Bei­spiel finden sich sämt­liche Nach­richten, egal ob E-Mails, Tweets, SMS oder auch Mit­tei­lungen von so­zialen Netz­werken. Black­Berry hat hier wirk­lich wei­ter­ge­dacht als Microsoft.

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Auf die Tas­tatur scheint man im Hause Black­Berry richtig stolz zu sein. Motto: “Wri­ting wi­t­hout typing”. Und richtig: Die vir­tu­elle Tas­tatur ba­siert auf Wisch­gesten, wie man sie zum Bei­spiel von An­droid 4.2 “Jelly Bean” her kennt. Statt auf die Buch­staben zu tippen, zieht man den Finger ein­fach auf die ent­spre­chenden Buchstaben.

Der Start­screen zeigt ebenso neu ein­ge­gan­gene Nach­richten nach Quellen und Art sor­tiert an – ebenso gibt es den in­zwi­schen ob­li­ga­to­ri­schen Schnell­zu­griff auf die Ka­mera. Diese bietet zum Bei­spiel eine Time-Shift-Funktion, mit der sich nach­träg­lich aus einer Reihe von Bil­dern das beste Bild her­aus­su­chen lässt.

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Und Black­Berry wäre nicht Black­Berry, wenn man nicht auch an Ge­schäfts­leute ge­dacht hätte – oder an all jene, welche ein Black­Berry auch als Fir­men­gerät nutzen. Es gibt zwei ge­trennte Be­reiche: Einen für das Privat- und einen für das Ar­beits­leben. Letz­teres lässt sich durch die Firma kom­plett kon­trol­lieren und ein­richten – zwei App-Bereiche sorgen ebenso für eine Tren­nung von pri­vaten und be­ruf­li­chen Apps.

Auch schick: Führt man ein Video-Telefonat, so lässt sich der In­halt des ei­genen Smartphone-Displays für den Ge­gen­part sichtbar ma­chen – so­fern dieser na­tür­lich eben­falls Black­Berry 10 am laufen hat.

Das also die wich­tigsten Punkte zu Black­Berry 10 – das System macht in den di­versen Demo-Videos einen guten Ein­druck. Black­Berry hat si­cher­lich keine Re­vo­lu­tion ge­wagt, hat aber Ideen aus an­deren mo­bilen System ge­konnt wei­ter­ge­dacht. Al­leine vom System her könnte man es si­cher­lich schaffen, den ein oder an­deren weg­ge­lau­fenen Busi­ness­kunden zurückzuholen.

Geschrieben von

Marcelismus. Hobby-Blogger aus dem Rheinland in den besten 20er Jahren. Appletisiert, aber immer mit einem gesunden Blick über den googlefizierten Tellerrand. Fetischist schicker User Interfaces und Fan von Dingen, die oftmals keinen Nutzen haben, die aber blau leuchten können.