Vom Google Reader zu Feedly umziehen

Heute Nacht noch herrschte großes Wirrwarr um die Schließung des Google Reader oder eher um die Frage: Was dann? Erst einmal würde ich behaupten, sollte man alles daran setzen, Google zum Umdenken zu bewegen – die entsprechende Online-Petition findet ihr hier. Und wenn doch alle Stricke reißen? Dann gibt es sicherlich Alternativen. Eine davon, die sich inzwischen als mein Favorit herauskristallisiert hat, ist Feedly.

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Feedly hat den Vorteil, dass man zur Anmeldung komplett mit seinem Google Reader synchroniseren kann und somit alle Abos, markierte Artikel und Co. auf dem aktuellsten Stand hat – quasi null Arbeit beim Umzug. Auch kann man die Webversion von Feedly optisch sehr nah an den Google Reader anpassen – klickt einfach mal auf das kleine Zahnrad in den Artikelliste und wählt hier “Tiles” aus:

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Feedly gibt es derzeit als Browser-Apps in Form von Erweiterungen für Chrome, Firefox und Safari, ebenso gibt es mobile Apps für iOS und Android. Während man die Browser-Apps schon recht nett nutzen kann, finde ich die mobilen Anwendungen aber eher so “Meh”. Eine schnelle Abarbeitung der neuen Artikel? Meep. Gibt es nicht, zumindest nicht in der altbekannten Form. Und dennoch kommen hier wieder die Jungs von Feedly ins Spiel, welche sich heute Nacht recht schnell zu Wort gemeldet haben.

Man hat in der vergangenen Zeit eine API mit dem Namen Normandy entwickelt, welche auf die Google Apps Engine aufsetzt und quasi ein Klon des Google Reader darstellt. Dieses Backend beziehungsweise die API können Drittentwickler von Apps wie Reeder, Mr. Reader, gReader und weiß nicht wie sie alle heißen, in ihre Apps einbauen. Somit wäre der Super-GAU verhindert und man könnte seine geliebten Feed-Apps auch weiterhin mit allen Vorteilen nutzen. Ich hoffe nur, dass sich die Entwickler einmal hinsetzen werden und die Normandy-API und Feedly nutzen werden…

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Chrome Web Store
Entwickler: Unbekannt
Preis: Kostenlos

Geschrieben von

Marcelismus. Hobby-Blogger aus dem Rheinland in den besten 20er Jahren. Appletisiert, aber immer mit einem gesunden Blick über den googlefizierten Tellerrand. Fetischist schicker User Interfaces und Fan von Dingen, die oftmals keinen Nutzen haben, die aber blau leuchten können.